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Nachrichten-Überblick
Gelangweilte Teenager? Forschergruppe liefert möglichen Grund für Orca-Interaktionen
Seit 2020 haben Mitglieder einer Orca-Gruppe mindestens 670 Schiffe vor den Küsten von Portugal, Spanien und Marokko gerammt und einige sogar zum Sinken gebracht. Der Frage nach den „Warum“ hat sich im Februar eine internationale Forschergemeinschaft gestellt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass eine Gruppe gelangweilter Jungtiere nach einem spielerischen Zeitvertreib suchte. Daraus habe sich eine Marotte entwickelt: Das Spielen mit den Rudern von Booten und Schiffen.
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Ausbildungscamp für den Schutz von Schweinswalen & Co.: GRD und DLRG bergen gemeinsam Geisternetze
Erstmals seit Bestehen des DLRG Halle-Saalekreis e.V. wurde eines der regelmäßig stattfindenden Ausbildungscamps mit der Bergung von herrenlosen Fischernetzen kombiniert. Durch die Zusammenarbeit von GRD und DLRG am Pfingstwochenende konnte unter anderem ein rund zwölf Meter langes Schleppnetz unschädlich gemacht werden. Einsatzleiter Andreas Triebel hob sowohl die Kooperation als auch das Ausbildungsziel besonders positiv hervor.
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Update: Begegnungen von Orcas mit Segelbooten
Bereits im Sommer 2020 haben Orcas vor der spanischen und portugiesischen Südküste mehrere Segelboote angegriffen. Seit März 2021 wiederholt sich dieses Phänomen, allerdings mit einer deutlich höheren Intensität. Welche Gründe sind für dieses außergewöhnliche Verhalten der Schwertwale verantwortlich?
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Manifest für die Plastikwende
Zum heutigen Start der vierten Verhandlungsrunde für ein globales Plastikabkommenl im kanadischen Ottawa fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, darunter BUND, Greenpeace und Heinrich Böll Stiftung, ein starkes und global verbindliches Plastikabkommen. Festgehalten sind die Forderungen im „Manifest für eine #plastikwende. Jetzt!“, das die GRD vollumfänglich unterstützt und mitgezeichnet hat. Es enthält einen dringenden Appell an die Politik, die Weichenstellung für gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen zur Lösung der weltweiten Plastikkrise vorzunehmen.
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Flensburger Förde im desolaten Zustand: Gemeinsam aktiv zum Schutz des Ostseefjords
Trübe Aussichten – im wahrsten Sinne des Wortes – erwartete die Taucher:innen beim jüngsten Unterwasser-Clean-Up in der Flensburger Förde: Bei einer Sicht von ca. einem Meter wurden rund 350 Kilogramm Müll (Altreifen, Feuerwerksbatterien, ein Stuhl, eine Plastikbank und vieles mehr) vom schlammigen Grund geborgen. Alle Teilnehmer:innen der von Mission Förde organisierten Aktion leisteten Schwerstarbeit für einen guten Zweck: dem marinen Ökosystem der Flensburger Förde zu helfen!
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Buckelwal in der Flensburger Förde
In den vergangenen Tagen wurde ein äußerst seltener Besucher in der Ostsee gesichtet: ein zwölf Meter langer Buckelwal. Die erste Beobachtung gab es im Sportboothafen von Glücksburg, gefolgt von einer weiteren an der Spitze des Flensburger Hafens. Angesichts von Schlamm und sehr flachem Wasser ist dies jedoch keineswegs die ideale Umgebung für ein solches Meeressäugetier. Die große Hoffnung besteht darin, dass er zurück in den Atlantik findet.
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Delfinarien: Vier Todesfälle und ein Hoffnungsschimmer
Wenn es noch weitere Beweise gebraucht hätte, um Delfinarien als tierfeindliche Einrichtungen zu entlarven, so wurden sie in den ersten drei Monaten geliefert. Dass von Schweden über Frankreich bis hin nach Kanada kontinuierlich in Gefangenschaft lebende Delfine und Wale viel zu früh ihr Leben verlieren, ist mit nichts zu entschuldigen. Zumindest in Miami wurden jetzt Konsequenzen gezogen.
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EDMAKTUB wartet auf das Eintreffen der Finnwale
Das Finnwal-Projekt im Iberischen Meer geht in die nächste Runde. Aktuell warten unsere Projektpartner:innen von EDMAKTUB vor der katalanischen Küste auf die Ankunft der zweitgrößten Meeressäuger unseres Planeten. In der Zwischenzeit hat das Team zusammen mit weiteren Forscher:innen eine Studie veröffentlicht, in der die Notwendigkeit verstärkter zeit- und ortsgebundener Schutzmaßnahmen untermauert wird. Es gilt, die Auswirkungen von menschengemachten Einflüssen auf die Mittelmeer-Finnwale zu mindern – insbesondere, um das Risiko von Schiffskollisionen zu minimieren.
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Die Tiefsee muss durch ein Moratorium geschützt werden!
Einem Moratorium für den Tiefseebergbau kommt angesichts von vielfältigen und schwerwiegenden Risiken, die zerstörerische Eingriffe am Meeresboden verursachen würden, eine grundlegende Bedeutung zu. Es zielt darauf ab, langfristige ökologische Verwerfungen von unvorstellbarem Ausmaß zu verhindern und gleichzeitig die marine Lebensvielfalt sowie Millionen von Arten zu schützen, von denen die meisten bislang noch nicht einmal entdeckt wurden. Angesichts immer offensiver vorgetragener Absichten einiger Länder, den Bergbau in der Tiefsee anlaufen zu lassen, muss Deutschland ein klares Statement abgeben und sich energisch für ein Moratorium einsetzen.
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Gleichgeschlechtlicher Sex in der Tierwelt: Ein Kuriosum?
Eine vermeintlich ungewöhnliche Beobachtung in der Welt der Meeresbewohner hat Anfang 2024 für Schlagzeilen gesorgt: Zwei männliche Buckelwale wurden dabei dokumentiert, wie sie miteinander sexuell interagierten. Diese Handlung führte in den Medien zu einer Vielzahl an Spekulationen und Diskussionen. Doch ist gleichgeschlechtlicher Sex in der Tierwelt wirklich so selten und ungewöhnlich, wie oft behauptet wird? Und was könnten die Gründe für ein solches Verhalten sein?
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Hainetz-Herausforderung: Fortschritte zum Schutz der Buckeldelfine
Seit Dezember letzten Jahres ist die Webcam unserer Projektpartner:innen von Humpback Dolphin Research (HDR) wieder aktiv und wird fleißig genutzt: Zahlreiche Sichtungen von Großen Tümmlern und den vom Aussterben bedrohten Buckeldelfinen wurden bereits digital via „McCam“ dokumentiert. Fortschritte gibt es auch beim allgegenwärtigen Problem der Hainetze, wie uns Projektleiterin Shanan Atkins mitteilte.
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Geisternetzbergungen: GRD-Workshop mit verfeinertem Konzept
Die Nachfrage nach den Workshops zur Bergung von Geisternetzen, die von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) angeboten werden, ist enorm: In den letzten zwei Jahren haben sich mehr als 130 Taucher:innen um eine Teilnahme beworben, um das erforderliche Fachwissen für Bergungsaktionen von Fischerei-Altlasten zu erlangen. Am vergangenen Wochenende führte die GRD auf Rügen den mittlerweile dritten Workshop dieser Art durch. Den acht Teilnehmern präsentierte Seminarleiter und Geisternetzexperte Wolfgang Frank ein überarbeitetes Workshop-Konzept mit verstärktem Fokus auf dem praxisnahen Erlernen von Grundtechniken.
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Taiji: Drastischer Rückgang an Schlachtungen und Gefangennahmen
So wenige Delfine wie noch nie seit der Datenerhebung durch „Dolphin Project“ sind in der zurückliegenden Jagdsaison in Taiji geschlachtet oder gefangen worden. Beispielsweise wurden „lediglich“ 14 Delfine gefangen, die an die Delfinarienindustrie verkauft werden sollen – vor fünf Jahren waren es noch 241 Tiere. Was sind mögliche Gründe für diesen markanten Rückgang?
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Habeck will CO2-Mülldeponien unter der Nordsee
Die Industrialisierung der Nordsee soll forciert werden – gleichzeitig soll sie als Endlager für unseren CO2-Müll dienen. Eine entsprechende Grundsatzentscheidung stellte jetzt Robert Habeck vor. Bereits der vom Wirtschaftsminister initiierte beschleunigte Ausbau der Windenergie ohne die bis dato notwendigen Umweltschutzprüfungen oder der Bau von neuen LNG-Terminals löste massive Kritik aus – jetzt folgt ein weiteres Kapitel zulasten der Meere und ihrer Bewohner.
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Jede vierte Wal- und Delfinart vom Aussterben bedroht
Die Menschheit hat seit 1970 rund 70 Prozent aller beobachteten Populationen von Säugetieren, Fischen, Amphibien, Vögeln und Reptilien zerstört. Trotz aller Warnungen von Umweltschutzverbänden und Wissenschaft setzt sich der Verlust der Biodiversität gnadenlos fort, sodass heute mehr Arten denn je vom Aussterben bedroht sind – darunter jede vierte Wal- und Delfinart.
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