Delfine im Nebel – Report vom Sichtungsteam

von | 29. Oktober 2019 | News - Südafrika

Report vom Sichtungsteam - Oktober

Liebe Delfinfreunde,
nachdem sich nun eine Woche lang kein einziger Delfin vor der Live Kamera gezeigt hat, taucht am 9. Oktober früh morgens gegen halb sieben endlich wieder ein Bleifarbener in der Nähe des Hydrophons auf, der sich langsam in südliche Richtung bewegt. Leider ist er aber sofort wieder verschwunden. Einige Tage später sind die Delfine im Nebel kaum auszumachen.

Große Tümmler vor Richards Bay © Dave Savides

Ja, wo schwimmen sie denn nur immer hin?

Weniger als eine halbe Stunde später dann nochmal zumindest zwei Delfine rechts von der Aussichtsplattform auf der Newarkseite. Höchstwahrscheinlich handelt es sich hier ebenfalls um Bleifarbene. Aber wie schon zuvor, sind auch diese nach wenigen Minuten nicht mehr zu sehen.

Zwei Tage darauf kommt ein Delfin nicht weit von der rot-schwarzen Wrackboje kurz an die Wasseroberfläche und lässt sich dann ebenfalls nicht mehr blicken.

Große Tümmler vor Richards Bay

Ein wahres Wettrennen oder doch besser Wettschwimmen spielt sich als nächstes am 15. Oktober vor dem Bildschirm ab: Seit langem zeigt sich heute wieder einmal eine Schule Großer Tümmler. Ab halb sieben Uhr morgens sieht man sie in sehr hohem Tempo Richtung Hafengegend sprinten. Einige Minuten später kommen noch zwei Nachzügler, die es offenbar nicht ganz so eilig haben.

Um kurz nach sieben Uhr sieht man nochmal einen Tümmler, aber diesmal in der Nähe des Nordpiers und kurz darauf gesellt sich auch ein oder mehrere Bleifarbene dazu. Wie so oft ist schwer zu sagen, wie viele es tatsächlich sind.

Gegen 7.45 Uhr taucht auf der Alkantseite mehrmals ein einzelner bleifarbener Delfin aus dem Schlechtwetterdunst auf und bildet für heute den Abschluss der spannenden Sichtungen.

Vier Stunden lang tummeln sich Bleifarbene Delfine vor der Beobachtungsplattform

Weiter geht es dann am Samstagmorgen, als auch Dave Savides (Dave Savides ist Journalist vom Zululand Obeserver und Mitarbeiter bei Humpback Dolphin Research; Anm. d. Red.) zur Unterstützung auf der Aussichtsplattform nach Delfinen Ausschau hält.

Bereits kurz nach seiner Ankunft um 6 Uhr meldet er Bleifarbene links vom Ende des Piers. Ich habe Glück und kann sie ebenfalls sehen und einige Schnappschüsse aufnehmen.

Es sind etwa 5 Delfine und wir freuen uns, dass “G’nfin” mit ihrem Kalb “Puff” auch wieder mit von der Partie ist. Doch nach einer Stunde sind die Bleifarbenen Delfine auch schon wieder verschwunden, tauchen aber später wieder auf und tummeln sich gegen 10 Uhr immer noch vor bzw. links von der Plattform, was bedeutet, dass sie quasi über 4 Stunden vor Ort beobachtet werden konnten. Und das kommt nun wirklich nicht alle Tage vor!

Delfine im Nebel

Am Sonntag ist am Bildschirm nur noch Nebelsuppe, aber trotzdem lässt sich in diesem Dunst auf der Alkantseite ein einzelner unser bleifarbenen Freunde ausmachen und über etwa 15 Minuten beobachten, wie er wiederholt langsam auf- und abtaucht.

Am Montag weht morgens ein kalter Südwestwind, aber die Sicht ist viel besser als gestern, weshalb der Delfin, der um 8:06 Uhr in der Mitte des Südpiers und nahe der Dolosse schwimmt, doch noch gut zu sehen ist obwohl die Entfernung recht groß ist. Er taucht noch einmal um 8:23 Uhr am Südpierende auf, ist dann aber nicht mehr zu sehen.

Etwa 20 Minuten darauf entdeckt Dave von der Plattform aus nochmals zwei Delfine auf der Newarkseite, die in Höhe der Netze auf diese zusteuern, aber nach wenigen Minuten sind auch diese wieder verschwunden.

Ganz bestimmt können wir auch diesmal sehr zufrieden sein mit unserer “Ausbeute” und sind schon sehr gespannt auf die nächsten Sichtungen unserer bleifarbenen Freunde und deren Verwandten, den Großen Tümmlern.

Aussterben verhindern!

Jeder kann aktiv mithelfen und wichtige Daten sammeln. Sie sind unentbehrlich, damit das Projekt erfolgreich sein wird. Unser großes Ziel ist es, dass alle Hainetze an den Stränden in KwaZulu-Natal abgebaut werden.
Vielen Dank für euer Interesse und eure Hilfe!

Delfin gesichtet? Sichtungen von der North Breakwater Beobachtungsplattform

Was vom Tage übrig bleibt

Fotos von Dave Savides, Zululand Observer.

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LineL

LineL lebt das ganze Jahr über in den Gewässern von Richards Bay und wurde im Mai 1998 erstmals gesichtet. Auf dem Bild ist sie mit Nachwuchs "Lilo" (hinten) zu sehen.

Zipper

Zipper ist ein Weibchen, das bereits seit sehr langer Zeit regelmäßig vor Richards Bay beobachtet wird. Die mehrfache Mutter dürfte mindestens 34 Jahre alt sein.

Venus

Das Delfinweibchen Venus (im Bild hinten) wird vor Richards Bay am häufigsten gesichtet. Sie dürfte mindestens 30 Jahre alt sein und ist dreifache Mutter.

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