Meeresbiologin Shanan Atkins aktiv für Bleifarbene Delfine

by | 10. April 2018 | News - Südafrika

Aus dem Sponsors’ report #7, 05 April 2018

In den vergangenen Wochen war Meeresbiologin Shanan Atkins wieder an zahlreichen „Fronten“ zum Schutz der Bleifarbenen Delfine aktiv.

SouSA-Konsortium fordert verbesserten Schutzstatus

Das SouSA-Konsortium, eine Arbeitsgemeinschaft südafrikanischer Experten und Wissenschaftler, die sich mit Bleifarbenen Delfinen beschäftigen, wird mit einer gemeinsamen Stellungahme beim Umweltministerium auf die Notwendigkeit besserer Schutzbestimmungen für Bleifarbene Delfine (Sousa plumbea) hinweisen.

Zusätzlich verabredete man eine Langzeitstudie, um die Populationsgröße dieser vom Aussterben bedrohten Delfine und ihre wichtigsten Lebensräume besser bestimmen und eingrenzen zu können. In den den kommenden 3 bis 5 Jahren will man koordinierte, ein- bis zweiwöchige Monitoringfahrten entlang der Ost- und Südküste Südafrikas durchführen. Auch das Sammeln akustischer Daten in verschiedenen wichtigen Habitaten soll zukünftig synchronisiert werden.
Foto: Brett Atkins

Die Wissenschaftler erhoffen sich von diesen konzertierten Aktionen wichtige Erkenntnisse über mögliche Kinderstuben der Delfine, Auswirkungen von Meeresverschmutzung, Entsalzungsanlagen, Krankheiten und Beifangverlusten. Die Population der südafrikanischen Bleifarbenen Delfine, ihr Zustand und die Gefahren, die sie bedrohen, soll so genau wie möglich, erfasst werden. Nur mit derartigen Daten lassen sich sinnvolle Schutzkonzepte aufstellen.

Aufbau eines Nationalen Meeressäuger Strandungsnetzwerks

Shanan Atkins nahm an verschiedenen Workshops, u.a. des Umweltministeriums, zum Wiederaufbau des Nationalen Meeressäuger Strandungsnetzwerks (National Cetacean Stranding Network) teil. In Südafrika existieren einzelne Strandungsnetzwerke, wie in Kapstadt, wo regelmäßig Meeressäuger stranden.

Im zwischen Port Elizabeth und Kap Agulhas gelegenen Mossel Bay operiert das von Freiwilligen getragene Mossel Bay’s Stranded Marine Animals Rescue Team (SMART). In KwaZulu-Natal arbeitet das von der South African Association for Marine Biological Research (SAAMBR) getragene KZN Marine Stranding Network. Jetzt wurde eine Task Force aus 20 Experten gegründet, die den Aufbau eines landesweiten Meeressäuger Strandungsnetzwerks koordinieren soll.
Foto: Jennifer Olbers

Citizen Science mit der LiveCam am Newark Beach

Nachdem die LiveCam am Newark Beach in Richards Bay immer wieder durch Hackerangriffe außer Gefecht gesetzt wurde, gelang es dem IT-Experten des Projekts, Brett Atkins, eine sichere Leitung einzurichten. Wir danken unserer Unterstützerin Judith Leiter vielmals für die Übernahme der damit verbundenen Kosten. Ihr gelangen daraufhin gleich mehrere Sichtungen von Großen Tümmlern und Bleifarbenen Delfinen, die sie als Screenshot an Shanan Atkins für ihre wissenschaftliche Arbeit weiterleiten konnte.

Das alles funktioniert natürlich nur so gut, weil der fabelhafte Shakes die Linse der LiveCam regelmäßig reinigt und die Justierung der Kamera korrigiert…

"DHL liefert’s schnell…"

Leider war das Sharks Board immer noch nicht in der Lage, den durch einen Sturm im vergangenen Oktober beschädigten Akku des vor Newark Beach angebrachten Hydrophons (Unterwassermikrofon) zu ersetzen. Die ersatzweise installierten Batterien halten nur gut zwei Wochen. Yusuf Suliman von DHL-Express, Richards Bay, sagte spontan seine Hilfe zu und transportiert das gut verpackte Hydrophon nun kostenfrei zweiwöchentlich nach Johannesburg. Dort kann Shanan Atkins die Daten auslesen und die erschöpften Batterien durch frische ersetzen.
Foto: David Savides

Künstlerin Mandy Coppes-Martin unterstützt Schutzprojekt

Großartige Unterstützung fand das Projekt auch durch die Malerin Mandy Coppes-Martin. Sie spendete einen ansehnlichen Anteil des Verkaufserlöses ihrer Kunstausstellung. In ihren Werken thematisiert Mandy Coppes-Martin Meeresschutzthemen wie den Einfluss von Lärm, oder Ölverschmutzung auf Meeressäuger.

Helfen Sie den Bleifarbenen Delfinen jetzt mit Ihrer Patenschaft

LineL

LineL lebt das ganze Jahr über in den Gewässern von Richards Bay und wurde im Mai 1998 erstmals gesichtet. Auf dem Bild ist sie mit Nachwuchs "Lilo" (hinten) zu sehen.

Zipper

Zipper ist ein Weibchen, das bereits seit sehr langer Zeit regelmäßig vor Richards Bay beobachtet wird. Die mehrfache Mutter dürfte mindestens 34 Jahre alt sein.

Venus

Das Delfinweibchen Venus (im Bild hinten) wird vor Richards Bay am häufigsten gesichtet. Sie dürfte mindestens 30 Jahre alt sein und ist dreifache Mutter.

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