Delfine helfen sich gegenseitig aus Fischernetz

by | Jun 13, 2012 | Presse

Beispiel für Kooperation und Empathie unter Delfinen

Auf ihrem Segeltörn in der Kvarner Bucht (nördliche Adria) wurden deutsche Segler Zeugen eines ebenso dramatischen wie bewegenden Beispiels für Kooperation und Empathie unter Delfinen. Ein Großer Tümmler hatte sich in einem Fischernetz verheddert und machte durch Quietschlaute auf seine gefährliche Situation aufmerksam. Daraufhin kam ihm ein in der Nähe schwimmender Delfin zu Hilfe. Gemeinsam gelang es ihnen, dass sich der dem Tod geweihte Tümmler wieder aus dem Netz befreien konnte.

Das Tier musste sich gerade erst im Netz verfangen haben und zog die Boje sehr schnell hinter sich her

Sichtlich ergriffen berichtet die Seglerin ihr Erlebnis der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD): „Vor Cres wurden wir bei der Umrundung des Kaps Rt Pernat auf eine sich plötzlich rasch bewegende Fischermarkierungsboje und laute Rufe eines Delfins aufmerksam. Das Tier musste sich gerade erst im Netz verfangen haben und zog die Boje sehr schnell hinter sich her. Ein weiteres Tier kam zu Hilfe und es gelang ihm, sich aus dem Netz zu befreien. Beide Tiere zogen entlang der Küste südwärts schnell ab. Wie froh wir waren!“ Leider gelingt es den Meeressäugern nicht immer, sich aus eigener Kraft aus dem Netz zu befreien.

Allein 2011 waren von acht toten Delfinen vier im Netz ertrunken, wie die GRD-Projektpartner, Tierärzte von der Universität Zagreb, bei den Untersuchungen der im Laufe des Jahres tot gestrandeten Tiere feststellten. Insgesamt 18 Delfine waren ihnen letztes Jahr gemeldet worden, doch bei den restlichen 10 konnte die Todesursache aufgrund des Zustands der Kadaver nicht mehr festgestellt werden.

Nur noch 220 Große Tümmler leben ganzjährig in den Küstengewässern der kroatischen Adria. Es sind die letzten Überlebenden eines einst zahl- und artenreichen Delfinbestandes. Meeresverschmutzung, Überfischung, Beifangtod und direkte Tötung sind verantwortlich für den drastischen Schwund der charismatischen Meeressäuger.

Schon eine geringfügige Störung im ökologischen Gleichgewicht könnte für diese kleine Restpopulation das Aus bedeuten. Umso schwerer wiegen menschliche Einflüsse, die bei etwa 50 % der Delfine die Todesursache ausmachen. Mit ihrem Schutzprojekt zur Rettung der letzten Adria-Delfine will die GRD gemeinsam mit ihren kroatischen Partnern von der Organisation VAL das Aussterben der Großen Tümmler in der Adria verhindern.
Foto: S.Gamauf

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STRELICA

Strelica (Pfeil) wurde gemeinsam mit den Patendelfinen Dobro Jutro und Poveliki beim Wellenreiten beobachtet.

VESELJAK

Veseljak (Spaßvogel) verdankt seinen Namen seiner schier unbändigen Lust an akrobatischen Sprüngen. Oft hielt er mit seiner Energie den Rest der Delfingruppe "auf Trab".

LUNA

Luna wurde im Juli 2015 vom "Adriatic Dolphin Observer" Werner Kellerer in der südlichen kroatischen Adria vor Slano identifiziert.

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